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Probleme sind Chancen

Wie man aus persönlichen oder beruflichen Problemen Erfolge erzielen kann

Steve Jobs verließ 1985 aufgrund eines Machtkampfs mit dem damaligen Apple-Geschäftsführer John Sculley das selbstgegründete Unternehmen Apple. Er hatte den ehemaligen Manager von Pepsi für Apple eigens angeworben und wurde nun von Sculley aus seiner eigenen Firma „rausgeschmissen“. Eine Horrorvorstellung, könnte man denken. Interessanterweise bezeichnet Jobs die darauffolgenden Jahre als „seine kreativste Phase“. Er gründete die Firma NeXT Computer und entwickelte dort, befreit von alten Machtkämpfen, herausragende technische Innovationen. Was danach geschah, ist Geschichte – NeXT wurde von Apple gekauft, was Steve Jobs die Gelegenheit bot, wieder die Geschäftsführung von Apple zu übernehmen, die Technik von NeXT in die Apple-Produkte zu integrieren und dank Apples Erfolg im Laufe der Jahre, zum Milliardär zu werden.

An diesem Beispiel aus dem Leben von Steve Jobs werden zwei Prinzipien deutlich, die aus systemischer Sicht für jede sogenannte Problemlösung relevant sind. Es handelt sich einerseits um das Konzept der Autopoiese, das von den chilenischen Naturwissenschaftler Maturana und Varela stammt und besagt, dass jedes System sich ständig neu schafft, indem es als solches lebt. Jedes „Problem“, das in diesem ständigen Leben und der Interaktion eines Systems auftaucht, trägt dazu bei, dass das System sich entwickeln kann. Unter diesem Licht ist ein vermeintliches Problem, wie etwa der Streit zwischen Jobs und Sculley, als Chance zu verstehen.

Es gibt andererseits bestimmte Regeln, nach denen ein System funktioniert. Die Elementarste davon ist die Grenzsetzung: Jedes System verfügt über eine eigene Grenze. Diese zu definieren bzw. nach außen zu zeigen, ist eine wirksame Art und Weise, das System zu stärken. So auch im oben beschriebenen Fall: Ab dem Moment, in dem Steve Jobs seine Grenzen deutlich neu definiert, wird Kreativität wieder möglich, die den Schlüssel zu seinem Erfolg darstellt.

Systemisch betrachtet gilt in diesem wie in vielen anderen Beispielen aus dem Alltag: Die Lösung zeigt sich in dem Moment, in dem sich das „Problem“ nicht als unüberwindbare Hürde darstellt, sondern als „liebevoll gemeinte Botschaft“ – als Chance für eine Weiterentwicklung im System. Diese Betrachtungsweise gelingt insbesondere, wenn nicht das Problem an sich, sondern die Ressourcen und Kompetenzen, die darin stecken, fokussiert werden.

Um so zu denken und zu handeln, bedarf es einiger Kenntnisse und einer Alltagsreflektion – und dies ist möglich für jeden Menschen, der bereit ist, sich dem zu öffnen.

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